{"product_id":"osmanli-kahvehaneleri","title":"Osmanische Kaffeehäuser","description":"Kaffeehäuser waren Orte des kulturellen Austauschs, Treffpunkte der Geselligkeit und ein öffentlicher Raum, in dem die Stimme des Volkes gegenüber der politischen Macht Gehör fand. Mitte des 16. Jahrhunderts entwickelten sie sich im Osmanischen Reich zu urbanen Treffpunkten und trugen maßgeblich zur Entstehung eines völlig neuen gesellschaftlichen Lebens bei. Diese Orte, die von Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten und Kulturen zum Kaffeetrinken und Plaudern aufgesucht wurden, avancierten rasch zu Institutionen, die den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Gemeinschaft gerecht wurden.\u003cbr\u003e \u003cbr\u003eDieses Buch vereint die Arbeiten von fünf Wissenschaftlern zu diesem Thema. Die wichtigste Gemeinsamkeit der Beiträge ist eine Art Kritik an der Konzeption des „öffentlichen Raums“ und der Versuch, den öffentlichen Charakter von Kaffeehäusern im Osmanischen Reich zu verstehen. Selma Özkocak betont, wie wichtig es ist, die Entwicklung der Kaffeehäuser in den Kontext umfassenderer Entwicklungen zu stellen, wie der zunehmenden Urbanisierung und der Landflucht im 16. Jahrhundert und darüber hinaus sowie der damit einhergehenden Zunahme sozialer Kontakte. All dies ist mit dem Wandel der Privatsphäre und der traditionellen Struktur der Gastfreundschaft verbunden, die enger mit dem häuslichen Leben verknüpft war.\u003cbr\u003e\u003cbr\u003e Uğur Kömeçoğlu untersucht Kaffeehäuser anhand von Sennetts Konzeption des „Menschen als Akteur“ und der Lesart des öffentlichen Raums als einer Form der Sozialität. Er präsentiert soziale Darbietungen wie Geschichtenerzählen, Schattenspiel, Volkstheater und Minstrel-Shows, die in diesen Räumen stattfinden, als Elemente räumlicher und kritischer Öffentlichkeit.\u003cbr\u003e \u003cbr\u003eAhmet Yaşar untersucht den berüchtigten Ruf der Kaffeehäuser unter Staatsbeamten und Religionsgelehrten im osmanischen Istanbul, sowohl während als auch nach deren Ankunft, und analysiert den Einfluss der politischen Macht auf den öffentlichen Raum der Kaffeehäuser. Ali Çaksu erforscht die Beziehung zwischen den Janitscharen, die die osmanische Politik bis 1826 maßgeblich prägten, und den Kaffeehäusern. Anhand von Beispielen zeigt er, dass die Janitscharen-Kaffeehäuser nicht nur als Orte zum Kaffeetrinken und Tabakrauchen dienten, sondern auch als literarische Salons, Rebellenhauptquartiere, Polizeistationen, Derwischklöster, Geschäftsbüros und Mafia-Clubs. Cengiz Kırlı hingegen untersucht anhand einer Reihe von Dokumenten, den sogenannten „Nachrichtenjournalen“, die Gespräche und den Klatsch der Istanbuler Bevölkerung in Kaffeehäusern, auf den Straßen, auf Märkten und sogar in ihren Wohnungen im Zeitraum von 1840 bis 1845.","brand":"Kitap Yayınevi","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":60955394769226,"sku":"9786051050270","price":9.25,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0968\/0289\/8250\/files\/9786051050270.jpg?v=1769543851","url":"https:\/\/www.makpirtuk.de\/de\/products\/osmanli-kahvehaneleri","provider":"Makpirtuk","version":"1.0","type":"link"}