{"product_id":"yuzumdeki-kuyu","title":"Der Brunnen in meinem Gesicht","description":"\u003cem\u003eCover der Erstausgabe: Deniz Bilgin\u003c\/em\u003e\n\n \u003cem\u003eein Nagetier voller Flecken und Flüche\u003c\/em\u003e\n \u003cem\u003eAls ich so hinausging, trennte ich meinen Körper.\u003c\/em\u003e\n \u003cem\u003eIch durchlebte rasch die vergehende Zeit.\u003c\/em\u003e\n \u003cem\u003eDiejenigen, die die Kälte des Eisens meiden.\u003c\/em\u003e\n \u003cem\u003eWährend alles in eine Zeit der Wunden mündet, wer\u003c\/em\u003e\n \u003cem\u003eEr kann sagen, dass die Fackeln umsonst erloschen sind.\u003c\/em\u003e\n \u003cem\u003eDieser letzte Knoten ist nun für alle geknüpft.\u003c\/em\u003e\n \u003cem\u003eDer letzte Regen fiel auf alle.\u003c\/em\u003e\n \u003cem\u003eFeuer fühlt sich kalt an, Wasser fühlt sich bitter an...\u003c\/em\u003e\n \u003cem\u003eIch habe alle an einem Nachmittag kennengelernt.\u003c\/em\u003e\n \u003cem\u003eWie einsam doch alle sind! Ich habe seine Abhandlung gelesen.\u003c\/em\u003e\n \u003cem\u003eAlle haben dem Herzen meines Scheichs den Rücken gekehrt.\u003c\/em\u003e\n \u003cem\u003eIch verstehe,\u003c\/em\u003e\n\n \u003cem\u003eOh, ich wandte mein Gesicht allen zu und weinte.\u003c\/em\u003e\n\n \u003cstrong\u003eDer Brunnen in meinem Gesicht\u003c\/strong\u003e\n\r \nKaygalaks Poesie gleicht Wasser, das an einer Stelle blockiert ist und erst viel später langsam und stockend zu fließen beginnt. Es ist eine Poesie, die zu lange blockiert war und sich deshalb nach innen wendet, sich selbst und ihre Blockade genau kennt. Und auch ihre Möglichkeiten. Wie Yahya Kemal, Dıranas und Tanpınar, wie Cemal Süreya und Ece Ayhan, wie Hilmi Yavuz und İsmet Özel, ist es eine Poesie, die ihre Aufgabe von Anbeginn an spürt und bereits geformt geboren ist. Diese Blockade führt zu einer Art vorzeitiger Reifung. Eine Verdichtung, ein Finden von Konsistenz: eine Substanz, die alle Mineralien, den ganzen schimmernden Schmutz des Ortes aufgenommen hat, an dem sie feststeckt. „Ich bin das vergessene Antlitz der Steine. \/ des Wortes \/ der Sprache \/ und der Zeit… \/ \/ Ich bin versiegelt \/ mit dem verschlossenen Antlitz der Berge, \/ mit der Sprache, die die Bilder in den Steinen vergessen haben.“ Diese Verriegelung verweist auf eine dunkle Aufklärung, die die gefährliche Täuschung des Fortschrittsgedankens aufzeigt, aber die Reifung nicht gänzlich leugnet. „Bald wird alles, dessen Sprache ich kenne, verstummen. \/ Die Erde \/ und der Himmel. \/ Die Herzen, denen ich mein Angesicht zuwende …“\r \n\nOrhan Koçak, Text auf der Rückseite der ersten Auflage des Buches.\n\n In *Der Brunnen auf meinem Gesicht* (1998) begriff er, dass die Geschichte der Poesie vor allem die Geschichte von Sprache und Technik ist. Manche Dichter sind so. Sie werden geboren, innerlich jahrelang in Sprache, Geschichte und Technik versunken. Sie beginnen erst Jahre später zu schreiben und überraschen alle mit ihrem ersten Buch. So lernte ich Metin Kaygalaks Poesie kennen, mit Überraschung. Danach verfolgte ich ihn weiter. Besonders mit *Ein Gebet ans Wasser* (2000) wurden meine Erwartungen bestärkt. Innerhalb kurzer Zeit eignete ich mir ein umfassendes Verständnis von Technik und Sprache an.\n İlhan Berk, Yasakmeyve, Ausgabe 6, Januar-Februar 2004\n\n Erste Aufmerksamkeit erregte sie mit ihrem Buch „The Well in My Face“.\n Mehmet H. Doğan (Poetry Yearbook 1999, Adam Publications)\n\r \nMetin Kaygalak könnte in Zukunft ein Epos oder eine Tragödie schreiben; denn „Der Brunnen in meinem Gesicht“ scheint ihn in diese Richtung zu lenken. Das Buch, das sich wie ein langer Monolog liest, wirkt wie eine Tirade eines melancholischen Helden in den letzten Augenblicken des letzten Akts. Es fühlt sich erdrückend an, ist es aber nicht. Es fühlt sich bedrückend an, ist es aber nicht. Es fühlt sich wie ein Traum an, ist es aber nicht. Es fühlt sich wie die Realität an, ist es aber nicht.\n Kleiner Alexander, Poetischer Stock, Varlık Ausgabe: 1090 Juli 1998\n\n Auf den ersten Blick scheinen Kaygalaks Argumente seiner poetischen Sprache zu trotzen und die literarischen Größen vor ihm, die sich auf diese Argumente stützten, zu übertreffen. Obwohl er nicht davor zurückschreckt, diese Argumente zu verwenden, um das Leid, das er in all seinen Gedichten beschreibt, darzustellen und die Tiefen seiner Seele zu offenbaren, zeigt er auch, dass er sich ihnen nicht ergeben hat.\n Yılmaz Varol, Virgül, Ausgabe: 10, 1998","brand":"Avesta Yayınları","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":60954326270282,"sku":"AVESTA352","price":5.14,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0968\/0289\/8250\/files\/yuzumdeki-kuyu.jpg?v=1769529964","url":"https:\/\/www.makpirtuk.de\/de\/products\/yuzumdeki-kuyu","provider":"Makpirtuk","version":"1.0","type":"link"}